Wildwasserkanaltraining „Günzburger Festschmaus“

****Menü für Anfänger & fortgeschrittene Paddler ab 18

1. Man nehme: 6 Übungsleiter und ca. 15 Lernwillige aus Sindelfingen und/oder Karlsruhe sowie München, einige bunt geschmückte PKWs mit mehreren Zentnern Wildwasser-Ausrüstung, einen angemessenen Kanal in hübscher Umgebung, beispielsweise die Günz. Bei der Verwendung besonders taufrischen Gemüses (aus Vollmersweiler bei Kandel, Pfalz) empfiehlt sich, um von der erfrischenden Morgenkühle und einer freien Küchenzeile (A8) zu profitieren, eine mitternächtliche Servierstunde (Anpfiff um 0800 Uhr).

Vor Ankunft der Zutaten gebe man(n oder Frau) einige mittelgroße Stufen, und für Anfänger beängstigend scharfkantige Felsstückchen nebst einer Prise flache Kiesel in eine geeignete, wohlproportionierte Auflaufform. Alles gut verrühren und vorerst ruhen lassen. Anm.: Der so entstandene Sud kann später mit Äpfeln und anderem schwimmenden Gut nach Herzen garniert werden.PhotoSheet 6x4 (IMG_3656,IMG_3676,IMG_3692,IMG_3731,IMG_3736,IMG_3789,IMG_3808,IMG_3811,IMG_3540,IMG_3580,IMG_3589,IMG_3625,IMG_3628,IMG_3630,IMG_3643,IMG_3611)

2. Nun gebe man: ausreichend Wasser hinzu (die tatsächlich benötigte Menge richtet sich nach dem jeweils längsten, umgekehrt im Kayak schwimmenden, Helm tragenden Anfänger) in – möglichst gleichmäßig – fließenden Bewegungen. In der Mitte der Suppe kann man auf Stufe 1-2 mitunter kräftig rühren, außen jedoch hat sich (aus)ruhen lassen als zweckdienlich herausgestellt.

Ist das klare Wasser nach eigenem Ermessen angenehm temperiert, nicht zu kühl aber auch nicht gerade lau (ausreichend Sonne hat sich bereits in der Vergangenheit bestens bewehrt), kann man mit der Hinzugabe der restlichen Zutaten beginnen. Entweder richtet man sich hierbei nach Ästhetischen Kriterien wie Farbwahl, Form und Größe. Oder, und dies hat sich vergangenen Sonntag besonders bewährt, man greift auf den Sachverstand und die Erfahrungswerte erfahrener Chefs sowie Souschefs zurück und mengt die frischen Eier, äh… Verzeihung!, Paddler vorsichtig unter. D.h. in und mit Walzen spielen (mit und ohne Paddel), kentern, tauchen oder einfach nur „traversieren“.

Man gibt nun die Boote nebst Paddlern in die Rührschüssel alias Strömung. Nicht zu vergessen ist eine vorherige gründliche Kontrolle der Petersilie-Sträußchen und Nasenklammern für Ohr und Nase (für lang anhaltendes Aroma kann bei den üblichen Verdächtigen jedoch auch verzichtet werden, zum Beispiel wenn während des Mahles fotografiert oder ‘geherocamed’ wird). Je nach Geschmack und Vorliebe kann nun nach Leibeskräften vermengt bzw. das Wasser vom Boot getrennt werden. Dies ist abhängig von der Dichtigkeit der Spritzdecken und oder der ‘Rollneigung’ des Teilnehmers.

3. Speisen ruhen lassen: Sollte man während der Zubereitung Hunger bekommen, empfiehlt sich eine kleine Zwischenmahlzeit schattig unter Bäumen oder auf (vorgewärmtem) heißem Stein. Um schlank zu bleiben empfiehlt sich entweder der Konsum von halbfetter H-Milch oder von der großzügigen Verteilung von Schwedischem Käse, Dosenwurst oder dem Verschenken ganzer Prinzenrollen.

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4. (Sicherheits-)Experten empfehlen: nach der Einnahme des Picknicks etwas Sport. Dosenwerfen oder Sackhüpfen hat sich dabei als nicht zweckdienlich herausgestellt. Besser eignen sich Wurfsack-Rettungsübungen in oder am Wasser. Dies ist auch eine gute Vorübung, wenn man andere am Ende des Tages mithilfe gezielter Kekswürfe auf der Autobahn retten möchte. Dabei ist jeweils die Verwendung von ausreichendem Zielwasser unerlässlich. Vorsicht ist besonders bei den, zur Aufhängung von Küchenutensilien oder Toren gespannten Drähten über dem Kanal geboten. Wer möchte, der kann diesen anstrengenden Teil auch den erfahrenen Köchinnen und Köchen (z.B. Axel) überlassen und so tun, als würde man die ausgeworfenen Seile einsammeln und ‘stopfen’, oder selbige für mindestens 7-8 Minuten in Wasser einlegen. Oder man geht gleich baden, mit, ohne oder mit zu reichlicher Fremdrettung.

Und wer sich zu diesem Zeitpunkt noch nicht am Bein verletzt hat und dadurch auch nicht so nett ist, alles im Bild festzuhalten, kann sich nun dem Dessert zuwenden.

Dauer und Art der Zubereitung beschränkt wiederum das eigene Wohlbefinden. Weitere Details entnehmen Sie bitte den Kapiteln 1-3.
Et voilà, fertig ist das Menü für die nun fortgeschrittene(n) PaddlerInnen.

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Zusammenfassung: Bei prächtigem Wetter sind wir gepaddelt wie die Gummienten, hatten mächtig Spaß und manche(r) hat eine Menge dazu lernen dürfen. Unser ‘länderübergreifendes’ Treffen mit griechischem Abschluss war ein rundherum gelungener Tag.

Herzlichen Dank an die (Sous-)Chefs und alle Beteiligten!

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Max